Kammavaca – Birmanisches Ordinationsbuch
€1800,00
Birmanisches Kammavaca-Manuskript aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, komplett mit lackierten Holzdeckeln, Hülle aus Seidensamt und Lesestab. Ein rituelles Ensemble von großer Kohärenz, das die Praktiken klösterlicher Opfergaben im Theravada-Buddhismus illustriert.
- Provenienz: Sammlung Claude de Marteau.
- Verkauf mit Zertifikat.
- Maße: H 53 × B 14 × T 7 cm.
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Birmanisches Kammavaca – Buddhistisches Ordinationsbuch
Dieses Kammavaca-Manuskript des Theravada-Buddhismus versammelt heilige Texte aus dem Pali-Kanon, die bei klösterlichen Ordinationszeremonien verwendet werden. Der Text ist von Hand in Pali in birmanischer Schrift auf Blättern der Latanier-Palme (Dum-Palme) verfasst.
Die Kanten der Blätter sind mit Gold vergoldet und werden zwischen zwei lackierten Holzdeckeln gehalten. Das Ensemble wird in einer Hülle aus Seidensamt aufbewahrt, deren Qualität den Status des Stifters und die rituelle Bedeutung des Objekts widerspiegelt. Ein mit heiligen Schriften besticktes Band hält das Manuskript zusammen, während der Lesestab in seine Knoten gesteckt ist.
Diese Manuskripte wurden traditionell von wohlhabenden Laien an Klöster gespendet. Über seine Schutzfunktion hinaus besitzt das Textil einen symbolischen Wert: Das Einhüllen heiliger Texte in kostbaren Stoff bekundet den Respekt gegenüber dem Dharma. Eine solche Opfergabe stellt eine bedeutende verdienstvolle Tat dar, die zur Anhäufung von Verdiensten (Karma) und zur Unterstützung der buddhistischen Lehren beiträgt.
Burma, um 1850. Ein vergleichbares Exemplar befindet sich im Musée Guimet (Inv. BG83700 ).
Siehe auch unsere Auswahl an Skulpturen und Objekten des Theravada-Kultes.












