Stehende Shakyamuni-Statue -Birma-

1950,00

Antike stehende Buddha-Statue aus geschnitztem, lackiertem und vergoldetem Holz, ursprünglich aus Birma (Myanmar), Mandalay-Stil, 19./20. Jahrhundert. Ihr serenes Gesicht, die ausdrucksstarken Augen und das reich verzierte Gewand ihres Uttarasanga illustrieren die Raffinesse der birmanischen religiösen Bildhauerei. In der Tradition des Theravāda-Buddhismus evoziert die Myrobalan-Frucht physische Heilung, während die Lehre des Buddha spirituelle Heilung und die Befreiung vom Leiden symbolisiert.

  • Provenienz: Sammlung Claude de Marteau. Verkauft mit Zertifikat.
  • Gesamthöhe 95 cm x B 38 cm x T 13 cm
  • Zugehöriger schwarzer Sockel: 18 cm x 18 cm x H 16 cm

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Stehender Buddha aus vergoldetem Holz – Theravāda-Tradition aus Birma

Diese antike Statue aus geschnitztem, lackiertem und vergoldetem Holz verkörpert perfekt die ikonographische Tradition von Birma (Myanmar) und stellt den stehenden Buddha Shakyamuni dar.

Sein serenes Antlitz mit leicht gesenkten Augen und einem diskreten Lächeln strahlt die Güte und Gelassenheit des Erleuchteten aus. Die schlanke Silhouette und die detailreiche Ausarbeitung der Gewänder erinnern an buddhistische Darstellungen der mittleren Mandalay-Periode (1853–1948).

realistischer Gesichtsausdruck einer antiken Buddha-Statue aus Myanmar

Der Buddha trägt das Uttarasanga, das äußere Mönchsgewand, dessen tief geschnitzte Falten bis zu den Füßen herabreichen. Ein langes Stoffband, das Sanghati, fällt von seiner linken Schulter herab. Die Ränder sind mit floralen und geometrischen Reliefmotiven verziert, die durch kleine farbige Glaseinlagen akzentuiert werden. Die Vergoldung zeugt in Verbindung mit der Pracht dieser Ornamente von der Bedeutung, die der Darstellung des Buddha in den birmanischen Kunsttraditionen beigemessen wird.

Der heilende Buddha im Theravāda-Buddhismus

In der buddhistischen Tradition Birmas evozieren bestimmte Darstellungen des stehenden Buddha seine physische und spirituelle Heilkraft. Diese Ikonographie wird insbesondere mit dem Myrobalan in Verbindung gebracht, einer Heilfrucht, die traditionell in Asien verwendet wird. In der Hand des Buddha symbolisiert sie Heilung und die Befreiung von Leiden.

Detail der Drapierung des Mönchsgewands aus vergoldetem Holz

In der rechten Hand des Erleuchteten die Myrobalan-Frucht, Symbol für physische und spirituelle Heilung

Diese therapeutische Dimension findet ihren Widerhall in den Lehren des Theravāda-Buddhismus, in denen der Buddha als Wegweiser erscheint, der menschliches Leid durch Weisheit, Mitgefühl und Erkenntnis lindern kann. Obwohl die Heilfrucht ebenfalls mit Bhaisajyaguru, dem Medizin-Buddha des Mahāyāna-Buddhismus, assoziiert wird, wurde diese Ikonographie in der Theravāda-Tradition Birmas assimiliert und neu interpretiert.

Die Heilung nimmt somit eine zugleich physische und spirituelle Dimension an und erinnert daran, dass die Lehre des Buddha vor allem darauf abzielt, die Wesen vom Leiden zu befreien.

Thailändische Exportgenehmigung von 1972

Vor ihrer Reinigung trug diese Skulptur ein altes Verwaltungsetikett des thailändischen Department of Fine Arts an ihrem Sockel, dem Land, aus dem Claude de Marteau sie importierte. Dieses mit Blei versiegelte Dokument verweist auf eine Ausfuhrgenehmigung unter der Nummer 585/2515. Das Jahr 2515 des buddhistischen Kalenders entspricht dem Jahr 1972 im westlichen Kalender. Der Sockel der Statue trug das Etikett „29“, das mit dem auf dem rosa Dokument vermerkten übereinstimmt.

Antike Buddha-Statue mit Ausfuhrzertifikat IMG_8269 Antike Buddha-Statue mit Ausfuhrzertifikat IMG_8271

Dieses Etikett stellt ein bemerkenswertes dokumentarisches Element dar, um die Zirkulation des Werkes nachzuvollziehen. Es belegt, dass Anfang der 1970er Jahre eine Exportgenehmigung durch die thailändischen Behörden erteilt wurde. Die Präsenz dieser in den 70er Jahren importierten antiken Buddha-Statuen findet sich auch in den persönlichen Fotoinventaren von Claude de Marteau wieder.

Alte Fotografien von antiken Buddhas aus vergoldetem Holz von Claude de Marteau

Zeitgenössische Fotografien von Buddhas aus Birma – Archives Asie-Afrique sprl / Claude de Marteau

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