Stehender Buddha aus vergoldetem Holz aus Birma – Mandalay, 93 cm
€1950,00
Antike Buddha-Statue aus vergoldetem Holz, stehend mit der Myrobalan-Frucht. Myanmar, Anfang des 20. Jahrhunderts.
- Dieses Bildnis des Buddha, eigen der Ikonographie des Theravada-Buddhismus, stammt aus einem Ensemble, das fast 50 Jahre lang im Haus des Sammlers Claude de Marteau aufbewahrt wurde, und wird mit Herkunftsnachweis verkauft.
- Maße inklusive Sockel: H 95 cm x B 38 cm x T 13 cm
- Statue: H 79 cm
- Stellfläche des Sockels: 19 cm x 19 cm
1 im Geschäft erhältlich
Der stehende Buddha mit der Myrobalane: Eine Ikonographie der Heilung
In der birmanischen religiösen Kunst verkörpert der stehende Buddha, der eine Myrobalane hält – eine Frucht, die für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt ist – eine besondere Dimension des Mitgefühls und der Heilung. Diese Ikonographie erinnert an jene von Bhaiṣajyaguru, dem Medizin-Buddha der Mahāyāna-Strömung, ist jedoch ebenso in der Theravāda-Tradition Birmas verankert, wo sie insbesondere mit dem historischen Buddha Shakyamuni assoziiert wird.
Einer buddhistischen Tradition zufolge erhielt Shakyamuni nach seiner Erleuchtung eine Myrobalane vom Gott Sakka (Indra). In der birmanischen Bildhauerei wird die Frucht so zum Symbol einer Heilung, die über den Körper hinausgeht, und evoziert die Fähigkeit der Lehre Buddhas, spirituelles Leiden zu lindern.

In der birmanischen buddhistischen Kunst wird der historische Buddha Shakyamuni so dargestellt, dass die linke Hand einen Gewandzipfel seines Mönchsgewandes hält.
Die stehende Haltung, kombiniert mit der Geste des Festhaltens eines Gewandzipfels, ist besonders charakteristisch für bestimmte birmanische Darstellungen des 19. Jahrhunderts. Das British Museum und das Los Angeles County Museum of Art bewahren Skulpturen auf, die dieser sehr ähnlich sind und in denen der Buddha mit einer Hand die Myrobalane präsentiert, während er mit der anderen sein Gewand hält. Diese Ikonographie illustriert die Pracht der birmanischen buddhistischen Kunst, die Heilungsthemen aus verschiedenen Traditionen integriert und gleichzeitig eigene Darstellungsformen entwickelt hat.













