Messingfiguren des Khandoba, Indien, Dekkan, 19. Jahrhundert.

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Zwei Figuren des Khandoba, Manifestation Shivas im Dekkan. Indien, 19. Jahrhundert oder früher.

  • Das größere Exemplar misst H 14 cm x L 6,5 cm x B 4,5 cm
  • Gewicht des Paares: 756 g
  • Herkunft: Collection Claude de Marteau

 

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Diese zwei kleinen Figuren aus Kupferlegierung stellen Khandoba zu Pferd dar, eine Hauptgottheit Maharashtras im westlichen Zentralindien, die als regionale Manifestation Shivas verehrt wird. Sie sind in das 19. Jahrhundert zu datieren und entstammen einer populären religiösen Produktion für die häusliche Andacht oder kleine Schreine.

Karte von Indien zum Khandoba-Ritual

Das Ritual des Khandoba, eine Form Shivas in Indien.

Khandoba erscheint hier in seinem charakteristischen Aspekt als berittener Kriegergott. Die beiden Figuren tragen eine hohe konische Kopfbedeckung und präsentieren stark stilisierte Waffen oder Attribute, darunter das traditionell mit seiner Ikonografie assoziierte Schwert und den Schild. Die auf hohen, profilierten Rechtecksockeln stehenden Pferde zeichnen sich durch eine große Ökonomie der Mittel aus: schlanke Beine, aufrechter Kopf, einfach eingeritztes Zaumzeug und eine fast grafische Silhouette.

Zwei für den rituellen Gebrauch konzipierte Andachtsbilder

Eine Besonderheit dieser Exemplare liegt in ihrer modularen Konstruktion: Die Reiter lassen sich von ihren Reittieren abnehmen. Diese Zerlegbarkeit verweist auf die konkrete Rolle dieser kleinen Bronzen in der religiösen Praxis, bei der die Bildnisse während der Riten berührt, gereinigt und geehrt wurden.

Die beiden Reiter als Manifestation Shivas ohne Pferde

Die Modellierung und die stellenweise geglätteten Oberflächen unterstreichen den Eindruck eines langjährigen rituellen Gebrauchs. Die zugänglichsten Partien wurden im Laufe der Zeit durch Handhabung, Abwischen und vermutlich das Auftragen ritueller Öle oder Salben poliert, während die Vertiefungen eine dunklere Patina bewahren.

Diese beiden Khandoba-Bronzen aus Maharashtra stammen aus der ehemaligen Sammlung Claude de Marteau und stellen zwei eng verwandte Interpretationen eines im 18. und 19. Jahrhundert in Westindien weit verbreiteten religiösen Typs dar.

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