Birmanischer Jambupati-Buddha – König der Könige
€3200,00
- Der Buddha ist in der Erscheinungsform Jambupati dargestellt, in königlicher Gewandung und mit Schmuck. Die rechte Hand im bhumisparśa mudrā, sein Gesicht mit heiterem Ausdruck wird von einer aufwendigen Krone überragt und von zwei flammenden Flügeln flankiert.
- Rituelles Bildwerk, aus einem Holzblock geschnitzt, mit Ausnahme der Krone. Mit schwarzem Lack und Vergoldung überzogen; der schwarze Sockel ist später als die Entstehung und diente vermutlich der Stabilisierung des Ensembles.
- Burma (Myanmar), Shan-Fürstenstaaten, Ende der Konbaung-Periode (1752–1885).
- Provenienz: Nachlass des Händlers und Sammlers Claude de Marteau.
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
- Maße: H 80 × B 26 × T 19 cm.
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Der Buddha Jambupati, König der Könige
Nach einer Tradition aus außerkanonischen Pāli-Texten war Jambupati ein mächtiger und hochmütiger König. Der Buddha erschien ihm in Gestalt eines „Königs der Könige“, der jede weltliche Autorität überragte. Angesichts dieser spirituellen Überlegenheit verzichtete Jambupati auf seine Macht und wurde Mönch. Diese Erzählung veranschaulicht die Unterordnung weltlicher Macht unter die Weisheit.
Diese Ikonografie führt ein Paradox ein: Der Buddha, gewöhnlich als Entsagender dargestellt, erscheint hier mit königlichen Attributen geschmückt. Dieser Reichtum steht nicht für Anhaftung, sondern im Gegenteil für die symbolische Beherrschung der Leidenschaften und die spirituelle Überlegenheit.
Wie Paul Mus im Bulletin de l’École française d’Extrême-Orient (1928) analysierte, beschreiben einige südostasiatische Traditionen den Buddha, der Jambupati „in leuchtenden Gewändern“ in voller Majestät erscheint. In Burma werden geschmückte Buddha-Statuen daher häufig als Jambupati identifiziert, auch wenn diese Deutung nicht direkt auf dem Pāli-Kanon beruht und einer lokalen Auslegungstradition entstammt.
Diese Ambivalenz zwischen Buddha und einer bodhisattva-nahen Figur hat seine devotionalen Verwendung nicht infrage gestellt, sondern trägt im Gegenteil zum ikonografischen Reichtum der birmanischen Traditionen bei.

Eine Fotografie aus dem Archiv von Claude de Marteau, auf der Buddha Jambupati, links, abgebildet ist.
Dieses alte Dokument belegt die Präsenz dieser Skulptur im Umfeld des Antiquars und trägt zur Dokumentation ihrer Provenienz bei.











