Alte birmanische Stupa aus vergoldetem Holz (72 cm)
€2200,00
- Alte Reliquien-Stupa aus vergoldetem lackiertem Holz, Birma (Myanmar), späte Konbaung-Periode (1752-1885)
- Sehr guter Erhaltungszustand mit seltenen normalen Gebrauchsspuren.
- Herkunft: Succession Claude de Marteau
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
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Burmesische Stupa aus vergoldetem Holz
Archivfotografie aus dem von Claude de Marteau um 1960 erstellten Inventar.
Diese alte burmesische Stupa aus vergoldetem Holz ist ein Votivobjekt, das mit der buddhistischen Verehrung verbunden ist und in verkleinertem Maßstab die Form der Stupa, des zentralen Monuments der buddhistischen Tradition, wiedergibt. Im Wesentlichen ist sie als Reliquienmonument konzipiert, das an die Anwesenheit Buddhas oder herausragender Meister erinnern soll und manchmal auch heilige Reliquien beherbergt. Im Falle von tragbaren oder häuslichen Stupas bleibt diese Funktion meist symbolisch, ohne dass die tatsächliche Anwesenheit von Reliquien nachgewiesen werden kann.
In der burmesischen Tradition konnten solche Objekte auf Altäre gestellt oder in private oder klösterliche Andachtsräume integriert werden und als Unterstützung für rituelle Praktiken und Andacht dienen. Die Struktur nimmt die charakteristischen formalen Elemente der Stupa auf, mit einer abgestuften Basis, die von einem schlanken Schaft und einer symbolischen Krönung überragt wird, und verdichtet in einer eigenständigen Form die monumentale sakrale Architektur.
Die auf das Holz aufgetragene Vergoldung fügt sich in eine alte Andachtspraxis ein, bei der Gold mit Reinheit, Verdienst und der Anhäufung spiritueller Tugenden verbunden wird. Diese Opfergeste ist integraler Bestandteil der Votivfunktion des Objekts.
Das Vorhandensein einer Schwarz-Weiß-Archivfotografie aus dem von Claude de Marteau um 1960 erstellten Inventar stellt ein wichtiges Kontextualisierungselement dar. Sie bezeugt das Alter des Stücks innerhalb einer dokumentierten Sammlung und seine Zirkulation in einem gelehrten Sammlungskontext, der der heutigen Strukturierung des asiatischen Kunstmarktes vorausgeht.
Diese burmesische Stupa zeichnet sich somit durch ihre rituelle Funktion, ihre Reliquiensymbolik und ihre dokumentierte Herkunft aus und bietet ein greifbares Zeugnis der birmanischen buddhistischen Praktiken und der Geschichte der europäischen Sammlungen des 20. Jahrhunderts.














