Maravijaya-Buddha aus vergoldetem Holz – Birma, Konbaung-Periode
€3900,00
- Maravijaya-Buddha aus geschnitztem Holz, mit weinrotem Lack und Vergoldung überzogen. Birma (Myanmar), Shan-Staaten, Konbaung-Periode (1752–1885).
- Dargestellt im Vajrasana, sitzend auf einer stilisierten doppelten Lotusbasis. Die rechte Hand berührt die Erde, um die Göttin als Zeugin seines Sieges über Māra anzurufen, was den Zugang zur Erleuchtung kennzeichnet.
- Die Skulptur, vollständig erhalten, weist eine raffinierte Ornamentik auf. Die Rückseite des Throns, verziert mit einem doppelten Register von Lotusblütenblättern, offenbart eine offene Reliquienhöhle.
- Flamme des Uṣṇīṣa anliegend.
- Maße: H 89 × B 38 × T 27 cm.
- Gewicht: 16,58 kg.
- Provenienz: Nachlass Claude de Marteau.
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
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Bhumisparsha mudrā, Geste der Anrufung der Erde als Zeugin
In der Theravāda-Ikonographie ist die Haltung des Bhumisparsha mudrā allgegenwärtig, insbesondere bei birmanischen und thailändischen Statuen. Der Buddha wird in meditativer Haltung dargestellt, mit gekreuzten Beinen, die linke Hand ruht auf den Knien, während die rechte Hand mit den Fingerspitzen die Erde berührt. Diese Geste verweist auf die Episode, in der Siddhārtha Gautama, konfrontiert mit den Angriffen Māras, die Erde als Zeugin seiner über seine Existenzen hinweg angesammelten Verdienste anruft.
In Thailand wird diese Haltung besonders mit den Stilen Sukhothai und Rattanakosin assoziiert, die sich durch schlanke Silhouetten und einen friedvollen Ausdruck auszeichnen. In Birma, insbesondere in den Stilen Mandalay und Konbaung, ist sie ebenfalls weit verbreitet, mit volleren Gesichtern und einer ornamentaleren Behandlung der Gewänder und Sockel.
Diese Geste drückt ein grundlegendes Prinzip des Theravāda-Buddhismus aus: die Ansammlung der Pāramī (Vollkommenheiten) und die zentrale Rolle des Karma beim Zugang zur Erleuchtung. Im Unterschied zu den Mahāyāna– und Vajrayāna-Traditionen, die symbolischere oder esoterischere Formen entwickeln, bevorzugt das Theravāda eine direkte Darstellung des historischen Buddha. Das Bhumisparsha mudrā wird so zu einer visuellen Synthese der Entschlossenheit und der Verdienste, die zur Erleuchtung führen.












