Jambupati-Buddha aus vergoldeter Bronze – Birma, um 1700

2800,00

Jambupati- oder Jambhupati-Buddha aus vergoldeter Bronze, Myanmar, 17.–18. Jahrhundert.

Späte Nyaungyan-Dynastie (1599–1752) oder frühe Konbaung-Periode (1752–1885).

Maße: H 26 cm × B 9 cm × T 5,5 cm.

Provenienz: ehemalige Sammlung Claude de Marteau.

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Shakyamuni, Weltenherrscher und König der Könige

Diese Ikonografie des Buddha, geschmückt mit königlichen Attributen, ist besonders mit der burmesischen Kunst verbunden, wo sie mit dem Thema des Jambupati assoziiert wird, das bisweilen als „König der Könige“ oder „Bezwinger von Jambhupati“ gedeutet wird.

Der Überlieferung nach drohte der Herrscher Jambhupati, stolz auf seine weltliche Macht, das Königreich Bimbisara in Rajagaha (Rajgir, Indien) zu annektieren. Bimbisara bat daraufhin Shakyamuni um Hilfe, der auf wundersame Weise einen Palast von übernatürlicher Pracht erscheinen ließ. Auf einem mit Juwelen bedeckten Thron sitzend, offenbarte sich der Buddha in der Gestalt eines Weltenmonarchen, der jede irdische Autorität übertraf. Beim Anblick dieser Vision wurde Jambhupati von der Strahlkraft des Schauspiels überwältigt und bekehrte sich sofort.

Diese Vorstellung kosmischer Souveränität nimmt in den religiösen Konzepten Südostasiens einen wichtigen Platz ein und findet auch ein Echo in der sakralen Architektur der Region.

Jambupati aus Bronze, abgebildet in einem Fachwerk

Jambupati, abgebildet in „The Sensuous Immortals“ von P. Pal

Die Figur ist sitzend in Padmasana auf einem stilisierten, zweistufigen lotiformen Thron dargestellt, in Bhumisparsha Mudra, der Geste des „Die Erde zum Zeugen rufen“. Der Buddha trägt eine hohe, durchbrochene Krone, reichen Schmuck sowie fürstliche Gewänder, deren Brustbänder an die Ornamente burmesischer Herrscher erinnern.

Die ersten Darstellungen gekrönter Buddhas erscheinen in Ostindien, doch diese spektakuläre Kopfbedeckung gehört spezifischer zum burmesischen Repertoire, wo sie sich bereits seit dem Ende der Pagan-Periode in Reliefs und Wandmalereien entwickelt.

Provenienz: Ehemalige Sammlung Claude de Marteau

Verkauft mit Herkunftsnachweis.

 

Literatur:

  • The Sensuous Immortals, P. Pal, S. 197
  • Burmese Buddhist Sculpture, The Johan Möger Collection, S. 58–59

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