Statue der Grünen Tara in Lalitasana – Nepal, 19. Jahrhundert

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Statue der Grünen Tara, weiblicher Bodhisattva, bekannt als Syama Tara im Sanskrit und Drolma Jangku im Tibetischen. Kupferlegierung, Nepal, 19. Jahrhundert.

 

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Diese Statue stellt die Grüne Tara dar, eine der am meisten verehrten Gottheiten des Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus. Gefertigt aus einer Kupferlegierung nach der Newar-Kunsttradition des Kathmandu-Tals, veranschaulicht sie die Raffinesse nepalesischer Werkstätten, die eine wichtige Rolle bei der Verbreitung buddhistischer Kunst im gesamten Himalaya spielten.

Die Göttin ist in Lalitasana, der „Haltung königlicher Entspannung“, dargestellt. Mit einem angewinkelten Bein und dem anderen bereit zum Ausstrecken verkörpert sie die sofortige Bereitschaft, Wesen zu helfen. Diese Haltung ist eines der charakteristischsten Attribute der Grünen Tara, deren Rolle es ist, schnell einzugreifen, um Hindernisse und Gefahren zu beseitigen.

Reste einer alten Vergoldung sind im Gesicht noch sichtbar, während die fortschreitende Abnutzung der Patina stellenweise die warmen Töne der Kupferlegierung offenbart. Am Rand der Basis befand sich eine Aussparung für den Sockel, auf dem der rechte Fuß ruhte, der heute fehlt.

Eine raffinierte Darstellung der Grünen Tara

Die rechte Hand bildet das Vitarka Mudra, eine Geste, die mit Lehre und der Übermittlung der Doktrin verbunden ist, während die linke Hand den Stiel eines Lotus hält, der sich nahe der Schulter entfaltet. Diese Blumen, Symbole spiritueller Reinheit, erinnern an die Fähigkeit der Erleuchtung, inmitten der konditionierten Welt zu entstehen.

Der Reichtum des Schmucks trägt ebenfalls zur Eleganz der Komposition bei. Tara trägt eine Krone mit fünf Blüten, die traditionell als Verweis auf die Fünf Transzendenten Buddhas des esoterischen Buddhismus interpretiert werden. Die Vertiefungen mehrerer Blüten bewahren Spuren getrockneten Bindemittels, was wahrscheinlich auf die frühere Anwesenheit von heute verschwundenen Ziercabochons hinweist. Die durchbrochenen Ohrringe, Armreifen, Halsketten und Brustornamente spiegeln das charakteristische dekorative Vokabular nepalesischer Bronzen des 19. Jahrhunderts wider.

Durch ihre Ikonographie, die Qualität ihres Gusses und die Ausgewogenheit ihrer Proportionen stellt diese Skulptur ein schönes Beispiel der im Kathmandu-Tal produzierten himalayischen Kunst dar. Sie illustriert die Beständigkeit ikonographischer Modelle aus dem Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus, dessen Nepal eines der wichtigsten historischen Zentren bleibt.

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