Birma Shan Maravijaya Buddha, vergoldetes Holz
€2300,00
- Großer Buddha Maravijaya, Shan, Birma (Myanmar), 19. Jahrhundert, Konbaung / Mandalay Zeit.
- Der Erwachte wird in Vajrasana auf seiner stilisierten lotiformen Doppelbasis dargestellt, seine rechte Hand ruft die Erdgöttin auf, sein Erwachen und seinen Sieg über Mara zu bezeugen.
- Geschnitztes Holz, schwarzer Lack und Vergoldung.
- Schöner Wechsel von schwarzem Lack und Vergoldung auf dem gesamten Bild, das sehr gut erhalten ist.
- Herkunft: Succession Claude de Marteau.
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
- H 59 cm x B 29 cm x T 17 cm
1 im Geschäft erhältlich
e biaisIm Theravāda-Buddhismus, insbesondere in Thailand und Burma, ist die Haltung des sitzenden Buddha, der die Erde zum Zeugen nimmt, eine der emblematischsten Darstellungen der Tradition. Diese Haltung, bekannt als bhūmisparśa mudrā (Geste, die Erde zum Zeugen zu nehmen), symbolisiert das Erwachen Buddhas unter dem Bodhi-Baum in Bodhgayā.
In der Theravāda-Ikonographie ist diese Position allgegenwärtig, insbesondere in birmanischen und thailändischen Statuen. Buddha wird in meditativer Haltung dargestellt, mit gekreuzten Beinen im Lotussitz, wobei seine linke Hand in einer Geste der Konzentration auf seinen Knien ruht, während seine rechte Hand mit den Fingerspitzen den Boden berührt. Diese Geste erinnert an den Moment, in dem Siddhārtha Gautama, konfrontiert mit den Angriffen des Dämons Māra, die Erde als Zeugnis seiner Verdienste, die er im Laufe seiner vergangenen Leben gesammelt hat, anruft. Der Überlieferung nach antwortet die Erde selbst mit einer Flut, die Māras Kräfte wegspült und damit Buddhas Sieg über die Illusionen und seinen Zugang zur Erleuchtung besiegelt.
In Thailand ist diese Haltung besonders mit der Ikonographie der Buddhas im Sukhothai- und Rattanakosin-Stil verbunden, wo sie oft mit schlanken Formen und einem ruhigen Ausdruck dargestellt wird, was die Idee der Transzendenz und spirituellen Reinheit unterstreicht. In Burma, insbesondere im Mandalay- und Konbaung-Stil, ist die gleiche Haltung allgegenwärtig, aber die Statuen zeigen oft ein runderes und freundlicheres Gesicht, mit minutiösen Details in den Falten des Gewandes und der Verzierung der Basis.
Diese Ikonographie drückt einen grundlegenden Aspekt des Theravāda-Buddhismus aus: die Bedeutung der pāramī (Vollkommenheiten), die Buddha durch seine früheren Leben angesammelt hat, und den Vorrang von Karma auf dem Weg zur Erleuchtung. Im Gegensatz zu den Mahāyāna- und Vajrayāna-Traditionen, wo Buddha oft in transzendenten oder mit esoterischen Symbolen geschmückten Formen dargestellt wird, bevorzugt der Theravāda einen schlichten und didaktischen Ansatz, der sich auf das historische Beispiel Gautama Buddhas konzentriert. So wird die Haltung, die Erde als Zeuge zu nehmen, zu einer ständigen Erinnerung für die Gläubigen an die Kraft der Verdienste und die Entschlossenheit, die notwendig ist, um die Befreiung zu erreichen.








