Sessel JH 501 „The Chair“ – Hans Wegner, Johannes Hansen, 1950
€5500,00
- Round Chair von Hans Wegner für Johannes Hansen, Dänemark, Originalausgabe, 1950. (Identisch mit dem, der 1950 im amerikanischen Magazin Interiors veröffentlicht und besprochen wurde)
- Struktur aus massiver Eiche, Sitzfläche und Rückenlehne aus Rattangeflecht.
- Brandstempel Johannes Hansen.
- Guter struktureller Zustand.
- Die Sitzfläche bietet eine gute Festigkeit bei Berührung. Vorsorglich wurde der Stuhl nicht getestet, um seinen Zustand zu bewahren.
- Auf der Sitzfläche ist ein Rattanspan gebrochen (auf dem Foto sichtbar, im Vergleich zu einer Münze).
- Unter der Sitzfläche ist ein Ende des Rattan-Abschlussbandes eingedrückt, ohne weitere Auswirkungen.
- Sammlerstück, dessen Nutzung nicht empfohlen wird, um seinen Zustand zu bewahren.
- Maße: H. 76 cm × T. 51 cm × B. 63 cm.
- Sitzhöhe: 40 cm.
1 im Geschäft erhältlich
Der Sessel Round Chair (auf Dänisch: Den Runde Stol), auch bekannt unter den Bezeichnungen The Chair in den Vereinigten Staaten, The Classic Chair in Großbritannien oder unter den Referenzen PP501, PP503, JH501 und JH503, ist ein von Hans J. Wegner im Jahr 1949 entworfenes Modell.
Aus einer Zusammenarbeit mit dem dänischen Kunsttischler Johannes Hansen – heute nicht mehr existent – hervorgegangen, wird dieser Sessel nun von der Manufaktur PP Møbler produziert.
Das Modell wird mit gepolsterter Sitzfläche (PP503) oder, wie hier, mit Sitzfläche aus Rohrgeflecht (PP501) angeboten.
Der Round Chair von Hans J. Wegner, eine Ikone des dänischen Designs
1949 von Hans J. Wegner entworfen, entsteht der Round Chair fast aus einer Zwangslage heraus. Als er plant, Modelle aus Sperrholz auf der Ausstellung der Kopenhagener Tischlergilde zu präsentieren, ermutigt ihn Johannes Hansen, eine traditionellere Alternative vorzuschlagen. Wegner fertigt daraufhin diesen Stuhl in nur zwei Tagen.

Während die dänische Presse zunächst den Sperrholz-Experimenten mehr Aufmerksamkeit schenkte, bemerkten die anwesenden amerikanischen Journalisten sofort die formale Reinheit des Round Chair. In den Vereinigten Staaten verbreitet, stieß er schnell auf großes Interesse und trug dazu bei, modernes dänisches Design international bekannt zu machen.
Im Gegensatz zu anderen Kreationen Wegners ist dieses Modell nicht für eine industrielle Produktion konzipiert. Seine anspruchsvolle und weitgehend handwerkliche Fertigung begrenzt die Produktionsmengen erheblich und verstärkt seinen Status als außergewöhnliches Objekt. Seine Konstruktion basiert auf einer Rückenlehne und Armlehnen, die ein einziges gebogenes Stück mit halbkreisförmigen Linien bilden. Die Zapfen- und Schlitzverbindungen sind so konzipiert, dass sie der Holzmaserung folgen, während die Rückenlehnentraverse sich natürlich der Körperkrümmung anpasst und sowohl Komfort als auch strukturelle Festigkeit gewährleistet.
Das Design entwickelt sich bereits ab 1950 weiter, mit dem Verzicht auf die geflochtene Rückenlehne zugunsten anspruchsvollerer Verbindungen, die sowohl die Stabilität als auch die visuelle Kontinuität der Struktur verbessern. Eine gepolsterte Version wird später angeboten, insbesondere um den Nutzungsanforderungen auf dem amerikanischen Markt gerecht zu werden.
Anfang der 1950er Jahre im Museum of Modern Art in New York – MoMA – präsentiert, wurde der Stuhl schnell in die Sammlungen des Museums aufgenommen. Seine Bekanntheit stieg 1960 weiter an, als er in der ersten Fernsehdebatte zwischen Kennedy und Nixon verwendet wurde, was dazu beitrug, ihn zu einer der großen Designikonen des 20. Jahrhunderts zu machen.
Quelle: Wikipedia
Literatur:
G. Jalk, 40 Years of Danish Furniture Design, Bd. 3: 1947-1956, Danish Technological Institute Publishing, Kopenhagen, 1987. S. 98-101
N. Oda, Danish Chairs, Chronicle Books Verlag, San Francisco, 1999. siehe S. 108-109
C. H. Olesen, Wegner, just one good chair, Hatje Cantz Verlag, 2014, S. 52, 55














