Kopf eines Naga Makara Birma
€1800,00
- Birma Xylophon-Ornament aus lackiertem und vergoldetem Holz mit Motiven aus Glasintarsien, Anfang des 20. Jahrhunderts.
- Sehr guter Allgemeinzustand.
- Herkunft: Collection Claude de Marteau
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
- Abmessungen (ohne Sockel): H 43 cm x T 39 cm x B 18 cm
1 im Geschäft erhältlich
Ein mythologisches Motiv im Zentrum der burmesischen Ornamentik
Dieser burmesische Naga- bzw. Makara-Kopf gehört zu einem dekorativen Formenvokabular aus dem mythologischen Bestiarium des alten Indien, das sich mit der Ausbreitung hinduistischer und buddhistischer Kulturen in Südostasien verbreitete. Der Makara, ein zusammengesetztes Wasserwesen, vereint traditionell einen an den Elefanten erinnernden Rüssel, ein krokodilartiges Gebiss und einen Fischschwanz – ein hybrides Wesen, das mit den urtümlichen Kräften des Wassers verbunden ist.
Beispiel eines Makara-Motivs in der burmesischen Kunst.
In Burma wird dieses Motiv häufig in der Sakralarchitektur und in den dekorativen Künsten verwendet, insbesondere an den Enden von Stürzen, Giebeln oder an rituellen Möbelelementen. Im Laufe der Zeit wurde seine Darstellung zunehmend stilisiert und gab einige naturalistische Merkmale zugunsten stärker ornamentaler Formen auf, oft geprägt von Voluten und fließenden Linien.
Die Verbindung von Naga und Makara verstärkt die symbolische Dimension des Ganzen. Sie steht zugleich für Schutz, Fruchtbarkeit und Fülle und bringt eine zyklische Weltauffassung zum Ausdruck, in der Wasser als Quelle des Lebens eine zentrale Rolle spielt. Dieser geschnitzte Kopf zeugt damit von einer ikonografischen Sprache, in der mythologische Kraft zu einem strukturierenden Dekorelement wird.











