Großer Thepphanom-Wächter aus geschnitztem Holz – Thailand, 18. Jahrhundert
€4000,00
Große Statue oder Bildnis eines Thepphanom aus geschnitztem Holz, einst am Giebel eines Tempels angebracht. Thailand, Ende des 18. Jahrhunderts, Übergangszeit Ayutthaya – frühes Rattanakosin.
Herkunft: Ehemalige Sammlung Claude de Marteau, verkauft mit Zertifikat.
- H mit Sockel 129 cm x T 30 cm x B 45 cm.
- H ohne Sockel 120 cm.
1 im Geschäft erhältlich
Der Thepphanom, Wächter thailändischer buddhistischer Tempel
Der Thepphanom, manchmal auch Thepanom oder Thep Phanom geschrieben, ist eine Schutzfigur der thailändischen Tradition. Er wird als Himmelswesen oder Schutzgottheit angesehen, die über buddhistische Tempel und heilige Objekte wacht und oft in der Nähe einer Buddha-Statue platziert wird. Er wird meist kniend dargestellt, die Hände im Anjali Mudra gefaltet, der traditionellen thailändischen Geste für Respekt, Hingabe und Gebet. Der Überlieferung nach erschienen diese Himmelswesen im Moment der Erleuchtung Buddhas, um ihn zu schützen, bevor sie zu Wächtern von Heiligtümern und religiösen Reliquien wurden.

Der Thep Phanom, Himmelswesen und Schutzengel, erschien auf der Erde, als Buddha die Erleuchtung erlangte.
Diese Thepphanom-Figur aus geschnitztem Holz aus dem späten 18. Jahrhundert schmückte einst die Fassade eines Tempels, unter anderem umgeben von Chofas. Ihre Züge, die durch den Lauf der Zeit und die Witterung elegant geglättet wurden, zeugen von jahrhundertelanger Exposition. Sie wurde in den 1960er oder 1970er Jahren von Claude de Marteau erworben, wahrscheinlich im Zuge einer Tempelrestaurierung. Man erkennt noch zahlreiche Reste der Vergoldung sowie Glimmer-Inkrustationen, ein spiegelndes Gestein in feinen Schichten, das häufig zur Verzierung thailändischer und birmanischer Kunstwerke verwendet wurde.
















