Großer Stehender Buddha aus Birma in Pātra-Mudrā (163cm)
€9800,00
Großer birmanischer stehender Buddha aus lackiertem und vergoldetem Holz, dargestellt in pātra-mudrā. Skulptur der Mandalay-Periode (19. Jahrhundert) mit starker Präsenz und schöner Ausführungsqualität.
- Provenienz: Sammlung Claude de Marteau.
- Verkauft mit Attest.
Maße: H 163 × B 45 × T 26 cm — Gewicht: ca. 44 kg.
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Birmanischer stehender Buddha in pātra-mudrā – Mandalay-Periode
Diese birmanische Darstellung eines stehenden Buddha ist in pātra-mudrā gezeigt, einer Geste, die mit dem Empfang der Opfergabe verbunden ist. Ursprünglich hielt der Buddha eine Almosenschale, in die die Gläubigen Speisen und Gaben legten – in direkter Anlehnung an die monastische Praxis.
In der Theravāda-Tradition verweist diese Ikonografie auf ein Leben in Demut, Disziplin und freiwilliger Abhängigkeit von der Großzügigkeit der Laien. Sie betont die grundlegende Verbindung zwischen der Mönchsgemeinschaft und den Gläubigen, die die religiöse Praxis in Burma strukturiert.
Die Skulptur ist aus lackiertem und vergoldetem Holz gefertigt und ruht auf einem Sockel, der mit stilisierten Lotusblättern verziert ist. Die Behandlung des Gesichts, die fließende Silhouette und der Reichtum der Oberflächen entsprechen der Ästhetik des Mandalay-Stils, der für das späte 19. Jahrhundert charakteristisch ist.
Mandalay wurde 1857 von König Mindon gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum künstlerischer und religiöser Produktion. Die Werkstätten entwickelten dort eine unverwechselbare Formensprache, geprägt von großer Ausführungsfeinheit und einer besonderen devotionalen Intensität.
In diesem Kontext nehmen Darstellungen des stehenden Buddha einen wichtigen Platz ein. Die ausgewogenen Proportionen, die Sanftheit des Ausdrucks und die Qualität der Vergoldung zeugen vom Bestreben, eine Präsenz zu verkörpern, die zugleich zugänglich und transzendent ist.
Die Scheitelflamme ist möglicherweise nicht original, obwohl sie in der Sammlung Claude de Marteau an der Skulptur befestigt vorgefunden wurde.
Burma, Mandalay-Periode, 19. Jahrhundert.

Seine Hände in pātra-mudrā, der Geste der Annahme der Opfergabe, hielten einst eine Almosenschale, in die die Gläubigen ihre Gaben legten.
Bibliographie: Burmese Buddhist Sculpture – The Johan Möger Collection, Otto Karow, White Lotus, S. 152.
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