Bronzestatue von Shiva Nataraja, dem kosmischen Tänzer
€3600,00
Bronzestatue von Shiva Nataraja, kosmischer Tänzer. Grüne Patina, Indien, Mitte des 20. Jahrhunderts.
Provenienz: Ehemalige Sammlung Claude de Marteau.
- H 72 cm x T 18 cm x B 55 cm (= Durchmesser).
1 im Geschäft erhältlich
Eine zweite Darstellung von Shiva Nataraja aus dem Garten von Claude de Marteau
Diese Skulptur stellt Shiva Nataraja dar, oder „Shiva, Herr des Tanzes“, eine der berühmtesten Darstellungen der hinduistischen Kunst. In diesem Bild verkörpert Shiva die ewige Bewegung des Universums, in der Zerstörung und Schöpfung Teil desselben kosmischen Zyklus sind. Sein Fuß zertritt den Dämon Apasmara, Symbol der Unwissenheit, während der Flammenkreis das sich ständig wandelnde Universum evoziert. Der Damaru, die kleine Trommel in einer Hand, kündet von der Erschaffung der Welt durch den Urklang, während die Flamme in einer anderen Hand ihre Zerstörung vor einer neuen Wiedergeburt symbolisiert. Seine Geste des abhaya mudrā beruhigt den Gläubigen, und sein erhobener Fuß weist den Weg zur spirituellen Befreiung.
Diese Bronzestatue stammt aus dem Besitz von Claude de Marteau, wo sie seinen Garten schmückte. Sie gehörte zu einem Ensemble mit einer zweiten, sehr vergleichbaren Skulptur von leicht größeren Maßen; beide waren inmitten der Vegetation des Anwesens aufgestellt. Die Präsenz mehrerer Shiva Nataraja im Garten von Claude de Marteau erinnert natürlich an die bemerkenswerte Chola-Bronze, die er im Mai 1965 an John D. Rockefeller III verkaufte. Von Letzterem 1979 der The Asia Society in New York vermacht, zählt diese Skulptur heute zu den prestigeträchtigsten Werken, deren Provenienz auf den berühmten belgischen Händler und Sammler zurückgeht.
Über ihre hohe Ausführungsqualität hinaus zeugt dieses Werk von Claude de Marteaus Leidenschaft für die großen Figuren der indischen Kunst, die er nicht nur sammelte, sondern mit denen er im Alltag lebte. Über viele Jahre in seinem Garten aufgestellt, veranschaulicht diese Darstellung von Shiva Nataraja perfekt den Dialog, den er zwischen den Kunstwerken und ihrer Umgebung pflegte. Heute ist sie ein bemerkenswertes Zeugnis dieser außergewöhnlichen Provenienz und bietet Liebhabern asiatischer Kunst zugleich eine ikonische Skulptur hinduistischer Spiritualität.













