Möbel von Pieter de Bruyne

Bereits 1953 nahm er an einer Ausstellung in Gent teil und erhielt 1955 den ersten Preis beim nationalen Wettbewerb für Innenarchitektur. Zwei Jahre in Folge, 1956 und 1957, zeichnete er sich ebenfalls auf der Biennale von São Paulo aus.

Die Möbel von Pieter De Bruyne zeugen von einem einzigartigen Ansatz des belgischen Designs des 20. Jahrhunderts, insbesondere während der 50er und 60er Jahre, und verbinden modernistische Strenge mit einem ausgeprägten Gespür für Materialien. Als Architekt und Designer entwickelte er Möbel mit schlichten, strukturierten Linien, die oft aus edlen Hölzern gefertigt sind und sich durch eine hohe Ausführungsqualität auszeichnen.
Pieter De Bruyne, belgisches Design der 1950er–1960er Jahre
Im April 1961 veröffentlichte Xavier Franc in der Zeitschrift Meubles et Décors einen Artikel über den Designer, in dem er dessen Rolle bei der Erneuerung der belgischen Möbelkunst hervorhob.

Die Möbel von Pieter De Bruyne zeugen von einem einzigartigen Ansatz des belgischen Designs des 20. Jahrhunderts und verbinden modernistische Strenge mit einem ausgeprägten Gespür für Materialien. Als Architekt und Designer entwickelte er Möbel mit schlichten, strukturierten Linien, die oft aus edlen Hölzern gefertigt sind und sich durch eine hohe Ausführungsqualität auszeichnen.
Artikel von Xavier Franc, Meubles et Décors, 1961
Auszug aus dem 1961 veröffentlichten Artikel:

Der belgische Designer Pieter De Bruyne, um 1961.

An der Spitze einer Erneuerung des belgischen Möbels – Pieter De Bruyne.

Ein äußerst günstiger Umstand: Der junge Innenarchitekt Pieter De Bruyne ist Belgier – ein Land, das sowohl in der Vergangenheit als auch heute für maßgefertigte und hochwertige Möbel bekannt ist.

Pieter De Bruyne wurde 1931 geboren und studierte am Institut Saint-Luc in Gent. Nach seinem Abschluss 1955 stieg er sofort ins Berufsleben ein.

Bereits während seines Studiums bewies er großes Talent und Originalität. Ab 1953 nahm er an einer Ausstellung in Gent teil und erhielt 1955 den ersten Preis beim nationalen Wettbewerb für Innenarchitektur.

Später brachten ihm internationale Wettbewerbe die Anerkennung. 1956 und 1957 nahm er an der Triennale in Mailand teil. 1957 erhielt er die Goldmedaille auf der Möbelmesse in Brüssel.

Zwei Jahre in Folge, 1956 und 1957, zeichnete er sich auch auf der Biennale von São Paulo aus. Unter der Leitung der Architekten G. P. Wauters und H. Van Kuyck wirkte er an der Innendekoration und der Gestaltung von Messeständen mit. Fortan arbeitete er selbstständig.

Stühle, Tisch und Sideboard von Pieter de Bruyne, 1956. Bereits 1957 nahm der belgische Designer am europäischen Wettbewerb in Athen teil. Sein Entwurf gewann den ersten Preis. Er entwarf dort eine Musterwohnung mit Möbeln, die gleichermaßen kombiniert und je nach Bedarf umgestaltet werden können. Ab diesem Zeitpunkt waren sechzehn Nationen im Rennen. Zwei Jahre später nahm er an einem weiteren Wettbewerb mit zweiunddreißig Nationen teil.

Paar E.P.M. Stühle, Cantù, Italien. Man kann leider nicht behaupten, dass die belgische Industrie versucht hätte, ein Erwachen des künstlerischen Sinns im Bereich der Möbel herbeizuführen. Aber Pieter De Bruyne hat nicht darauf gewartet, dass man ihm die Chance gibt.

In einem solchen Klima ist es nicht leicht zu reagieren. Das Ziel zu verfolgen, das er sich gesetzt hatte, erforderte einen seltenen Willen und Hartnäckigkeit.

Diese unverzichtbaren Aspekte vereint Pieter De Bruyne immer wieder.

Es ist zweifellos wichtig, Neues zu schaffen. Aber nicht um jeden Preis.

Pieter De Bruyne arbeitet logisch und methodisch. Er sucht nach der einfachsten und direktesten Lösung.

Das Objekt muss einem präzisen Bedürfnis entsprechen. Wie Fernand Léger sagte: „Das Objekt hat die Bestimmung, zu dienen“.

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