Sibast Armlehnstuhl Modell 62A – Arne Vodder
€300,00
Armlehnstuhl aus massivem Teakholz und Leder, entworfen von Arne Vodder für Sibast, Dänemark, um 1960.
- Sehr guter Zustand, Holz und Leder wurden von unserem Restaurator aufgearbeitet.
- H 80 cm x B 62 cm x T 50 cm
- Sitzhöhe 45 cm
1 im Geschäft erhältlich
Sibast Armlehnstuhl Modell 62A von Arne Vodder, um 1960
Das Modell 62A, Anfang der 1960er Jahre von Sibast herausgegeben, veranschaulicht präzise Arne Vodders Ansatz, der auf der Lesbarkeit der Struktur und der Aufwertung der Materialien beruht.
Das hier gezeigte Exemplar zeichnet sich durch eine Struktur aus massivem Teakholz mit weich gerundeten Kanten aus, die von integrierten Armlehnen in der Linienführung des Entwurfs fortgesetzt wird. Das Ganze beruht auf einer klaren Konstruktion, in der jedes Element ablesbar ist – ohne überflüssige Effekte –, in einer souveränen Balance zwischen Funktion und Präsenz.
Teakholz mit seiner gleichmäßigeren Maserung und warmen Tönung wirkt homogener als Palisander. Seine subtilen Nuancen begleiten den Entwurf, ohne ihn zu dominieren, und verstärken den Eindruck eines stimmigen, ruhigen Ganzen. In Kombination mit einer Sitzfläche aus schwarzem Leder entsteht ein zurückhaltender Kontrast zwischen matter Oberfläche und leicht satinierter Materialität – ohne visuellen Bruch. Ein 62A-Sitzmöbel aus Palisander ist derzeit ebenfalls in unserer Galerie ausgestellt.
Dieses zurückhaltendere Verhältnis zum Material unterstreicht den Gebrauchswert des Stücks im Hinblick auf seine Nutzung. Die leicht geneigte Rückenlehne und die frei wirkende Sitzfläche verleihen diesem Armlehnstuhl große Vielseitigkeit. Er eignet sich sowohl am Tisch als auch als Bürostuhl – im Sinne einer einfachen, anpassungsfähigen Nutzung.
Diese Art der Konstruktion findet ihren Ursprung in Vodders Werdegang, ausgebildet in Kopenhagen, insbesondere an der Kunstakademiet an der Seite von Hans Wegner und Børge Mogensen. Seine Zeit in der Werkstatt des Tischlers Niels Vodder ermöglicht ihm den Erwerb konkreter Holzkenntnisse, bevor er seine Ausbildung bei Finn Juhl fortsetzt, dessen Einfluss sich in der Kontinuität der Linien und der Sorgfalt bei den Proportionen wiederfindet.
Herausgegeben von Sibast, mit dem er seit den 1950er-Jahren eng zusammenarbeitet, trägt dieses Modell zur internationalen Verbreitung des dänischen Designs bei – sowohl in privaten Interieurs als auch in institutionellen Kontexten in Europa und den USA.







