Grüne Tara aus Kupferlegierung – Nepal, 19. Jahrhundert
€1280,00
Statue der Grünen Tārā oder Śyāmatārā, weiblicher Bodhisattva, aus Kupferlegierung, Nepal, 19. Jahrhundert.
- H 32 cm x B 22 cm x T 15 cm
- Gewicht 2985 Gramm
- Provenienz: Ehemalige Sammlung Claude de Marteau.
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
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Diese Statue stellt eine Grüne Tara dar, eine der populärsten Figuren des Mahāyāna– und Vajrayāna-Buddhismus. Aus Kupferlegierung gefertigt, fügt sie sich in die Newar-Kunsttradition des Kathmandu-Tals ein, dem Hauptzentrum der nepalesischen buddhistischen Kunst.
Mehrere ikonografische Elemente ermöglichen diese Identifizierung. Die Göttin ist in der sogenannten Lalitāsana-Haltung oder „königlichen Entspannung“ dargestellt, mit einem angewinkelten Bein, während das andere bereit ist, sich zu entfalten. Ihre rechte Hand bildet das Vitarka Mudrā, eine Geste der Argumentation und Darlegung der Lehre, während ihre linke Hand den Stiel eines Lotus hält, der am Arm emporsteigt und nahe der Schulter erblüht. Die fünfzackige Krone verweist auf die Fünf Weisheitsbuddhas des Vajrayāna, deren spirituelle Qualitäten traditionell mit Erleuchtung und der Umwandlung von Leidenschaften in Weisheit verbunden sind. Das heitere Gesicht und die harmonischen Proportionen der Figur sind charakteristisch für Darstellungen der Tara.
Ein Werk der Newar-Tradition, inspiriert von alten Vorbildern
Die Gestaltung des Gesichts, die halb geschlossenen Augen, die fein gestreifte Frisur, die hinten sichtbar ist, sowie die gravierten Verzierungen an den Beinen erinnern an nepalesische Arbeiten, die von Modellen des 17. und 18. Jahrhunderts inspiriert sind. Die geschmeidige und elegante Silhouette erinnert eher an Werke für die private Andacht als an spätere tibetische Produktionen.
Die Feinheit des Lotus, die allgemeine Qualität der Modellierung und die Ausgewogenheit der Komposition zeugen vom Können der Newar-Werkstätten, deren Einfluss sich über mehrere Jahrhunderte auf die gesamte buddhistische Kunst des Himalaya erstreckte.
Die Skulptur weist eine erhebliche Oberflächenabnutzung sowie Metallverluste am Sockelrand auf. Die alte, dunkelbraune Patina, die im Laufe der Zeit stark beansprucht wurde, trägt dennoch zu ihrem Charakter bei. Einige Verformungen sind auch am Lotus hinter der Schulter zu beobachten.
Nepal, 19. Jahrhundert.
Provenienz: Ehemalige Sammlung Claude de Marteau.








