Paar Sessel Eugen Schmidt „Modelle 6050“ 1956

€7200,00

Paar Clubsessel, herausgegeben von den Etablissements Eugen Schmidt (Soloform) im Jahr 1956.

  • Die Sessel wurden vollständig von unserem Restaurator renoviert, die originale Polsterung aus Rosshaar, Jute, Kupfer- und Stahlfedern wurde bewahrt.
  • Sie bieten eine feste, bequeme und elastische Sitzfläche, wie sie für die Sessel aus der handwerklichen und vertraulicheren Produktion dieser Zeit typisch ist.
  • Das Etikett des Herausgebers, das bei der Entkernung gefunden wurde, wurde wieder angebracht.
  • Bibliografie: Deutsche Digitale Bibliothek für ein ähnliches Modell auf einer zeitgenössischen Fotografie, (Historisches Bildarchiv des Deutschen Rat für Formgebung Soloform)
  • H 74 CM X T 87 CM X B 71 CM.
  • Sitzhöhe 39 CM.

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Sessel von Eugen Schmidt, Modell 6050 – Soloform, 1956

Dieses Paar Sessel des Modells 6050 ist eine Produktion der Eugen Schmidt Betriebe, einer in Darmstadt ansässigen Polstermöbelmanufaktur, die mit der Linie Soloform assoziiert ist. Diese 1956 gefertigten Sitzmöbel fügen sich in die Erneuerung des Nachkriegsmobiliars ein, als sich der traditionelle Sessel hin zu niedrigeren, offeneren und schlichteren Volumina entwickelte, die charakteristisch für das modernistische Mobiliar der 50er Jahre sind.

Die Produktion Eugen Schmidt bleibt heute relativ wenig bekannt, doch mehrere institutionelle Quellen erlauben es, sie besser in die Geschichte des deutschen Designs einzuordnen, dessen Stil bisweilen, wie hier der Fall, jenem des italienischen Designs der 50er und 60er Jahre nahekommt. Das Museum Oberschönenfeld bewahrt insbesondere Soloform-Sessel des Modells 40A, die bereits 1953 von den Architekten Hans Mitzlaff und Albrecht Lange entworfen und von Eugen Schmidt in Darmstadt gefertigt wurden. Die Dokumentation des Museums beschreibt Eugen Schmidt als einen Hersteller modernen Hochklasse-Mobiliars, der über mehrere Jahrzehnte hinweg tätig war.

Authentische Sessel von Eugen Schmidt, Modell 6050, Jahrgang 1956

Sofa Modell „6051“ und Sessel Modell „6050“ für Eugen Schmidt GmbH (Quelle: Deutsche Digitale Bibliothek)

Die Deutsche Digitale Bibliothek bewahrt zudem mehrere Dokumente aus dem Historischen Fotoarchiv des Rats für Formgebung auf. Dort findet sich insbesondere ein zeitgenössischer Abzug des Modells 6019 von Eugen Schmidt, der im April 1958 in das Archiv des Rats für Formgebung aufgenommen wurde, sowie eine Dokumentation zu weiteren Modellen desselben Hauses. Diese Archive ordnen Eugen Schmidt direkt unter die von deutschen Institutionen beobachteten Hersteller ein, die mit der Dokumentation des industriellen Nachkriegsdesigns betraut waren.

Bei diesem Paar Sessel Vintage wird die Zuschreibung zudem durch ein besonders interessantes materielles Element gestützt: Während der Abpolsterung wurde im Inneren eines der Sitze das Originaletikett des Herstellers Eugen Schmidt gefunden. Es wurde aufbewahrt und nach der Restaurierung wieder angebracht. Die Zusammenführung dieser ursprünglichen Kennzeichnung mit der historischen Dokumentation erlaubt es somit, diese Sessel innerhalb der Soloform-Produktion der Mitte der 1950er Jahre zu identifizieren, anstatt sich lediglich auf eine stilistische Zuschreibung zu stützen.

Eine bei der Restaurierung erhaltene traditionelle Polsterung

Die Restaurierung ermöglichte es zudem, einen normalerweise unsichtbaren, aber wesentlichen Teil dieser Designsessel zu bewahren: ihre ursprüngliche Polsterung. Unter dem Bezug wurden Rosshaar, Jutegewebe und das alte System aus Kupfer- und Stahlfedern vorgefunden. Anstatt dieses Ensemble durch zeitgenössische Schaumstoffe zu ersetzen, wurden diese verschiedenen Elemente erhalten und restauriert.

Paar italienische modernistische Sessel, abgepolstert mit Rosshaar und Jute dargestellt.

Die Sessel während ihrer Abpolsterung – eine handwerkliche Arbeit der Epoche, weiterhin tadellos.

Diese Entscheidung erlaubt es, nicht nur die historische Konstruktion des Sitzmöbels zu bewahren, sondern auch einen bedeutenden Teil seines ursprünglichen Komforts. Das Rosshaar und die Federn bieten eine Festigkeit und Elastizität, die sich stark von jenen eines modernen Schaumstoffsessels unterscheiden: Die Sitzfläche gibt dem Körpergewicht nach, während sie ihre Form progressiv beibehält.

Authentische Sessel im Stile von Guglielmo Veronesi aus den 1950er Jahren, gefertigt mit Rosshaar.

Die Formgebung, ausgeführt mit Rosshaar.

Authentisches Paar Sessel aus Jute und Rosshaar der 1950er Jahre, Rückansicht.

Die Sessel während ihrer Abpolsterung: Eine intakte Struktur, Kupfer- und Stahlfedern, Gurte, Jute und Rosshaar …

Diese Konstruktion zeugt von der Sorgfalt, die bei der Herstellung dieser Sessel der 50er Jahre angewandt wurde. Hinter einer relativ einfachen Silhouette verbirgt sich eine echte Polsterarbeit, die Struktur, Gurtung, Federn, Jutegewebe und Rosshaar vereint. Die Erhaltung dieses Aufbaus ermöglicht es somit, den Komfort dieser Sitzmöbel ebenso wie ihr äußeres Erscheinungsbild zu bewahren.

Durch ihre großzügigen Volumina, ihre niedrige Sitzhöhe und ihre traditionelle Konstruktion, die unter einer schlichten und modernistischen Form verborgen liegt, stellen diese Sessel Eugen Schmidt Modell 6050 ein interessantes Beispiel für den Designsessel der Nachkriegszeit dar.

Dokumentarische Quellen: Museum Oberschönenfeld – Bavarikon und Historisches Fotoarchiv Rat für Formgebung – Deutsche Digitale Bibliothek.

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