Birma Animistische Figuren, Nat oder Chinthe.
€800,00
Diese Skulpturen erinnern an bestimmte Chinthe, mythologische Schutzlöwen an den Eingängen burmesischer Tempel, oder auch an Manussiha, hybride Wesen halb Mensch, halb Löwe, auch wenn ihre anthropomorphen Züge hier ungewöhnlich bleiben.
Ihr hybrides Erscheinungsbild, das menschliche und tierische Elemente verbindet, ist in den animistischen Traditionen Südostasiens, insbesondere in Myanmar, verankert.
Animismus beruht auf dem Glauben, dass Geister in Gegenständen, Tieren und Naturelementen wohnen. In der burmesischen und thailändischen Kunst haben sich diese Vorstellungen oft mit dem Buddhismus vermischt und hybride Schutzfiguren hervorgebracht, die von mythischen Kreaturen inspiriert sind.
- Maße (größeres Exemplar): H 34 × B 20 × T 19 cm.
- Provenienz: Sammlung Claude de Marteau.
- Verkauft mit Herkunftsnachweis.
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Diese Figuren können als Schutzwesen aus dem burmesischen animistischen Glauben gedeutet werden. Sie könnten Nat darstellen, in Myanmar verehrte Geister, die mitunter in tierischen oder hybriden Formen erscheinen und in häuslichen oder lokalen Schreinen verehrt werden. Ihre Ikonografie kann auch an Schutzgeister erinnern, die über einen Tempel, ein Dorf oder einen Naturraum wachen. Die hockende Haltung und die erhobenen Arme deuten auf eine Funktion als Wächter-Träger hin, als würden sie symbolisch eine Struktur oder eine unsichtbare Ordnung stützen.
Eine andere Lesart bringt diese Figuren mit abgewandelten Formen von Chinthe oder Singha in Verbindung, löwenartigen Wesen, die im Buddhismus mit dem Schutz heiliger Orte assoziiert sind. In einem animistischen Kontext kann diese Schutzfigur übertragen und vermenschlicht werden und eine gezähmte Kraft verkörpern, die in den Dienst einer wohlwollenden Rolle gestellt ist.
Der anthropomorphe Charakter dieser Skulpturen verstärkt die Idee eines Übergangs zwischen Mensch und Tier, ein wiederkehrendes Thema in Südostasien. Diese Hybridisierung steht für die Fähigkeit der Geister, zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt zu zirkulieren, und unterstreicht die Schutzfunktion dieser Figuren in lokalen Ritualpraktiken.










