Tjerk Reijenga und Pilastro

Tjerk Reijenga und Pilastro
Tjerk Reijenga (1928-2009) zählt zu den wichtigsten Vertretern des modernistischen Nachkriegsdesigns in den Niederlanden. Ab den 1950er Jahren entwickelte er für Pilastro eine Reihe modularer Systeme, die zu Ikonen des Möbeldesigns des 20. Jahrhunderts wurden. Seine Kreationen verbinden Funktionalität, visuelle Leichtigkeit und kompositorische Freiheit und entsprechen einer neuen Art des Wohnens, bei der sich Möbel an die Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen können.

Regale oder Bücherregale als Raumteiler von Tjerk Reijenga mit ihren farbigen und austauschbaren Stahlplatten.

Die von Tjerk Reijenga für Pilastro entworfenen Systeme präsentieren sich mal als Wandbücherregal aus mehreren Wandregalen, mal als eigenständiges Wandregal oder als freistehendes Modell, das als Raumteiler dienen kann. Diese Modularität ermöglicht es, frei ein Aufbewahrungsmöbel zu komponieren, das jedem Interieur angepasst ist und dabei eine leichte, architektonische Ästhetik bewahrt.

Das in der Nachkriegszeit in den Niederlanden gegründete Unternehmen Pilastro spezialisierte sich auf die Herstellung moderner Metallmöbel. Das Unternehmen zeichnet sich durch die Verwendung von schwarz lackiertem Stahl in Kombination mit kontrastfarbigen Elementen aus – eine visuelle Signatur, die charakteristisch für viele Pilastro-Produktionen wurde. Noch heute zählen die Produktionen der Marke zu den wichtigsten Referenzen des niederländischen Designs der 1950er und 1960er Jahre.

Pilastro nimmt für die Niederlande eine vergleichbare Stellung ein wie das Architektenpaar Kajsa und Nisse Strinning für String in Schweden oder Royal System von Poul Cadovius in Dänemark. Wie diese zu Klassikern des skandinavischen Möbeldesigns gewordenen Systeme bevorzugen die Kreationen von Tjerk Reijenga Modularität, Flexibilität und die harmonische Integration des Aufbewahrungsmöbels in die Innenarchitektur.

 

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