Herman Miller
Bereits ab den 1940er Jahren arbeitete das Haus mit wesentlichen Figuren wie Charles & Ray Eames, George Nelson, Isamu Noguchi oder Alexander Girard zusammen und trug dazu bei, einen neuen Ansatz für Industriedesign und Innenraumgestaltung zu definieren
Herman Miller – amerikanische Designmöbel des 20. Jahrhunderts: In den Vereinigten Staaten gegründet, wurde Herman Miller zu einem der bedeutendsten Herausgeber modernen Designs und spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung amerikanischer Nachkriegsmöbel. Ab den 1940er Jahren und vor allem in den 1950er und 1960er Jahren verband das Haus Kreation, industrielle Innovation und Serienproduktion für Wohnräume wie für professionelle Bereiche.
Unter der Leitung von George Nelson, Designdirektor des Unternehmens, arbeitete Herman Miller mit mehreren wesentlichen Figuren des amerikanischen Designs zusammen, darunter Charles & Ray Eames, Isamu Noguchi und Alexander Girard. Diese verlegerische Politik brachte Stühle, Sessel, Tische und Büromöbel hervor, die zu Referenzen des Designs des 20. Jahrhunderts wurden.
Die Zusammenarbeit mit Charles & Ray Eames nimmt in dieser Geschichte eine zentrale Stellung ein. Herman Miller gewährleistete insbesondere die Produktion und Verbreitung ihrer Sitzmöbel aus geformtem Schichtholz, ihrer berühmten Schalen aus Fiberglas sowie von Serien wie den Wire Chairs, der Aluminium Group und der Soft Pad Group. Der Lounge Chair & Ottoman, 1956 lanciert, verbindet geformtes Schichtholz, Holzfurniere und Leder und bleibt einer der bekanntesten Sessel des Hauses. Die Modelle RAR, DAR, DSR oder DAW veranschaulichen ihrerseits die Forschung rund um den Schalenstuhl und die austauschbaren Untergestelle.
Diese Produktion erneuerte auch tiefgreifend die Büromöbel. Aluminium, Stahl, Schichtholz und synthetische Materialien ermöglichten die Entwicklung leichterer, ergonomischer und an neue Nutzungen angepasster Sitzmöbel. Die Kreationen von Herman Miller befinden sich somit an der Schnittstelle von Wohnmöbeln, Innenarchitektur und professioneller Raumgestaltung.
In Europa ist die Geschichte der Eames-Kreationen auch mit Vitra verbunden, das Ende der 1950er Jahre die Fertigungslizenz für den europäischen Markt erhielt. Diese parallele Verbreitung erklärt die Präsenz von Herman Miller- oder Vitra-Versionen mehrerer Modelle, die heute von Liebhabern von Vintage-Möbeln gesucht werden, je nach Periode und Markt.
Die originalen Herman Miller-Stücke zeichnen sich durch die Qualität ihrer Fertigung, die Vielfalt ihrer Materialien und ihre Bedeutung in der Geschichte des amerikanischen Industriedesigns aus. Stühle aus Fiberglas, Ledersessel, Sitzmöbel aus Aluminium, Büromöbel oder Kreationen aus geformtem Schichtholz zeugen von demselben Willen, technische Innovation, Komfort und industrielle Produktion zu vereinen.