Tan-Sad Sessel V.26 „De Luxe“ – 1950er-Jahre
- Tan-Sad V.26 « De Luxe » Sessel, bezogen mit grauem Kunstleder, eingefasst mit schwarzen Paspeln.
- Großbritannien, Ende der 1940er – Anfang der 1950er Jahre.
- Dieses Modell, das dem Modernismus der 1950er Jahre zuzuordnen ist, bewahrt einen Streamline-Einfluss, erkennbar in der Weichheit der Linien und der Kontinuität der Formen.
- Abnehmbare Armlehnen, neigbare Rückenlehne, höhenverstellbar.
- Sehr guter Erhaltungszustand, Originalbezug.
- H 86 CM X T 63 CM X B 70 CM.
Verkauft
Tan-Sad V.26 « De Luxe » Sessel und englische industrielle Ergonomie
Der Tan-Sad V.26 « De Luxe » Sessel ist Teil der Entwicklung ergonomischer Büromöbel in England Mitte des 20. Jahrhunderts. Dieser Tan-Sad V.26 Sessel zeugt von einem funktionalen Ansatz beim Sitzen, konzipiert für den professionellen Einsatz.
Die Bezeichnung Tan-Sad leitet sich aus der Kontraktion der Begriffe « tandem » und « saddle » ab, in Anlehnung an einen bereits 1919 entworfenen Sitztyp, bevor sich das Unternehmen auf die Herstellung technischer Sitze spezialisierte. 1931 wurde die Tan-Sad Chair Company in das Unternehmen Parnall and Sons integriert, das selbst mit der W. and T. Avery Gruppe verbunden war, was eine industrielle Strukturierung der Produktion kennzeichnete.
Bereits in den 1930er Jahren entwickelte Tan-Sad Modelle, die auf einem sogenannten « wissenschaftlichen » Ansatz des Sitzens basierten. Ein 1936 eingereichtes Patent belegt Verbesserungen an Stühlen und Sitzen, die darauf abzielten, Komfort und Haltung bei langer Arbeitszeit zu optimieren. Diese Ausrichtung wurde durch die regelmäßige Präsenz der Marke auf den britischen Industriemessen von 1937 und 1947 bestätigt, wo ihre Sitze als geeignet für Büros, Fabriken, Schulen, Bibliotheken und administrative Zwecke präsentiert wurden.
Diese Forschung setzte sich in den folgenden Jahrzehnten fort, wie ein Patent von 1957 für eine verbesserte drehbare Rückenlehne belegt. Das Modell Tan-Sad V.26 « De Luxe » fügt sich in diese Kontinuität ein und kombiniert robuste Konstruktion mit funktionaler Anpassung an professionelle Anforderungen.
Obwohl dieses Modell dem Modernismus der 1950er Jahre zuzuordnen ist, bewahrt es bestimmte Elemente des Streamline-Vokabulars, erkennbar in der Weichheit der Linien und der Kontinuität der Formen. Durch sein Design und seinen Produktionskontext ist es Teil einer industriellen Logik, bei der die Form direkt aus der Funktion resultiert, charakteristisch für englische technische Möbel dieser Periode.









