Palmen-Bambus-Lampen im Stil von Tommaso Barbi
€1200,00
hängelampen „Palme“ aus emaillierter Fayence mit grünen Akzenten, im Stil von Tommaso Barbi, 70er Jahre.
- Tadelloser Zustand, wie neu. Die Schalter sind identisch und original. Die Lampen wurden höchstwahrscheinlich nie benutzt.
- Die Lampenschirme sind nicht im Lieferumfang enthalten, sie dienen nur als Anwendungsbeispiel. Zwei Gold-LED-E27-Leuchtmittel enthalten.
- H 54 cm (bis zur Fassung ohne Leuchtmittel) x Durchmesser 17 cm
- H bis zum letzten Blatt: 44 cm
- Verkauf als unzertrennliches Paar, Preis gilt für das Paar.
1 im Geschäft erhältlich
Dieses Paar gleichformatiger hängelampen in Palmenform illustriert den italienischen Geschmack der 70er Jahre für Leuchten mit vegetabil inspirierter Thematik. Die aus weiß emaillierter Keramik gefertigten Stücke zeichnen sich durch zarte grüne Akzente an den Palmenwedeln, den Stammsegmenten und der Basis aus, während die Messingmonturen dem Ensemble eine goldene Note verleihen.
Der Entwurf besticht durch seine gelungene Linienführung: Der lange, ringförmig gegliederte Schaft evoziert gleichermaßen einen Palmenstamm wie Bambusrohr, bevor er in zwei Kronen aus weiten, geschwungenen Blättern aufgeht. Die glänzende Keramik und die Feinheit der grünen Linien verleihen diesen präsenten Silhouetten eine visuelle Leichtigkeit. Zusammen bilden die beiden Lampen ein perfekt symmetrisches dekoratives Paar.
Palme und Bambus-Imitat, ein ganzes dekoratives Repertoire
Der Erfolg des Palmenmotivs bei den Leuchten der 60er und 70er Jahre ist Teil einer breiteren dekorativen Bewegung, in der die Natur den rein ornamentalen Bereich verlässt, um zur eigentlichen Struktur des Objekts zu werden. Palmenwedel, Bambus, Ähren, Blüten und Blattwerk werden vergrößert, stilisiert und in Möbel oder Leuchten mit starker visueller Präsenz transformiert.
Dieser Geschmack fand bereits bei Coco Chanel einen besonders raffinierten Ausdruck. Nach ihrer Begegnung mit dem Goldschmied Robert Goossens im Jahr 1953 fertigte dieser für sie Schmuck, Objekte und Möbel aus vergoldetem Metall an, die von der Natur inspiriert waren. Ihr berühmter Weizengarben-Tisch, von dem sich ein Exemplar noch heute in Chanels Appartement in der Rue Cambon befindet, wurde zu einem der bekanntesten Bilder dieses Repertoires. Der Weizen, ein Chanel teures Symbol, wird hier buchstäblich zur Architektur des Möbels. Das Haus Goossens führt dieses Motiv noch heute in seiner dem Weizen gewidmeten Kollektion fort.

Detail des Tischgestells in Weizengarbenform mit schöner vergoldeter Patina, das an die Kreationen von Robert Goossens für Coco Chanel erinnert.
Einige Jahre später entfaltete sich diese Art, Vegetabiles in spektakuläre Objekte zu verwandeln, vollends in der heute mit dem Hollywood Regency assoziierten Ästhetik. Maison Jansen trug maßgeblich dazu bei, palmenförmige Leuchten und andere Pflanzendekore aus massivem Messing in französischen Interieurs zu popularisieren.
In Deutschland entwickelte Hans Kögl parallel dazu ein sehr ähnliches Repertoire: Große Palmen, Geäst, Blattwerk und Blumen aus vergoldetem Metall wurden zu Wandappliken, Lampen und Stehlampen. Seine Kreationen der 70er Jahre illustrieren besonders gut diese Faszination für eine theatralische und kostbare Vegetation.
Diese Palmenlampen aus weiß-grüner Keramik gehören eindeutig in dieses Universum, jedoch in einer leichteren italienischen Interpretation. Der lange, ringförmig gegliederte Schaft erinnert ebenfalls an Bambus, während die zwei Palmenkronen den Lampen ihre tropische Silhouette verleihen. Ihre Ausführung verweist insbesondere auf das Werk von Tommaso Barbi, der in den 70er Jahren ebenfalls vegetabile Formen und stilisierten Bambus in seinen Leuchten explorierte.
In Ermangelung einer sichtbaren Signatur werden diese Lampen als Tommaso Barbi zugeschrieben präsentiert. Die Unterseite jeder Lampe bewahrt noch ihren originalen alten Filz in perfektem Zustand.












