Bibliothek / Modulares Wandregal „W.H.B.
Regal / Modulares Wandregal „WHB“ aus Kirschholz, Deutschland, 70er Jahre. Schönes, vollständiges Set mit zweitürigen Korpus-Elementen sowie einem Schubladen-Element.
- B 269 CM X T 40 CM X H 193 CM.
- 9 Tafeln: S nützlich 26 CM.
- 3 Tafeln: S nützlich 36 CM.
- 3 Unterschränke B 71 CM X T 36 CM X H 47 CM X T nützlich 33 CM.
- 1 Unterschrank B 71 CM X T 26 CM X H 70 CM X T 21 CM.
- Schubladen T 30 CM X H 11 CM.
- Guter Erhaltungszustand, in unserer Restaurierungswerkstatt aufgearbeitet. Lediglich die Kommode weist eine Aufhellung auf der Deckplatte auf (siehe Fotos).
Verkauft
Ein Wandregal zwischen offenem Stauraum und geschlossenen Volumen
Dieses modulare W.H.B-Regalsystem gehört zu jener Generation deutscher Wandsysteme, die dafür entworfen wurden, die volle Wandhöhe zu nutzen, ohne die massive Wirkung eines traditionellen Möbelstücks zu erzeugen. Die vertikalen Ständer strukturieren die Komposition, während Regalböden und Korpusse das Ganze je nach Bedarf gliedern.
Die gleichzeitige Präsenz offener Böden, geschlossener Stauräume und Schubladen ermöglicht es, Bücher, dekorative Objekte, Dokumente und alles, was man außer Sicht aufbewahren möchte, abzuwechseln. Diese Kombination verleiht dem Möbel eine deutlich breitere Funktion als die einer einfachen Bibliothek: Es wird zu einem echten wandmontierten Aufbewahrungsmöbel, das einen großen Teil eines Wohnzimmers oder Büros organisieren kann.
W.H.B fertigte in Deutschland mehrere modulare Regalsysteme in den 60er Jahren und den 70er Jahren, meist aus Metallständern, Regalböden und Korpussen, die sich nach der gewünschten Konfiguration anordnen lassen. Dieses Prinzip eines mitwachsenden, evolutiven Möbels findet sich im europäischen Nachkriegsdesign insgesamt wieder, etwa bei den schwedischen String-Regalen oder den Wandsystemen von Poul Cadovius in Dänemark.
Ohne in ihrer Konstruktion identisch zu sein, teilen diese Möbel dieselbe Idee: den Boden freizugeben, die Wandfläche zu nutzen und zu ermöglichen, dass sich die Einrichtung mit den Nutzungen weiterentwickelt. Genau das erklärt die Langlebigkeit dieses Bibliothektyps in zeitgenössischen Interieurs.
Viel Stauraum, ohne den Raum zu beschweren
Mit knapp 2,70 m Breite kleidet diese Komposition eine ganze Wandfläche, bewahrt jedoch dank der zwischen den Elementen freigelassenen Bereiche einen Eindruck von Leichtigkeit. In einem Wohnzimmer nimmt sie Bücher, Keramiken, Skulpturen, Rahmen oder persönliche Objekte auf, während die geschlossenen Korpusse den Stauraum für den Alltag übernehmen.
In einem Büro erlauben die unterschiedlichen Tiefen der Regalböden, Dokumente, Bücher und Arbeitsaccessoires zu ordnen, ohne mehrere Einzelmöbel zu benötigen. Eine hängelampe, die auf einem der Korpusse platziert wird, kann zudem einen intimeren Lichtpunkt schaffen und die dekorative Funktion des Ensembles unterstreichen.
Die geringe Stellfläche eines solchen Wandsystems lässt mehr Freiheit, den restlichen Raum um ein Paar Sessel, ein Sofa oder einen Couchtisch zu organisieren.
Weitere aktuelle Einrichtungslösungen
Diese W.H.B-Bibliothek ist heute verkauft, doch Stauraum lässt sich auch diskreter lösen. Ein niedriges Sideboard mit klaren Linien und kompakten Proportionen bietet eine besonders leicht zu integrierende Alternative. Seine geringe Höhe gibt den Blick frei, lässt mehr Wand sichtbar und macht den Raum optisch leichter. Fast im Raum verschwunden, bewahrt es dennoch eine beachtliche Stauraumkapazität und verleiht den Volumen zugleich ein offeneres, großzügigeres Gefühl.

Die niedrigen oder standardhohen Sideboards von Omann Jun, zusammen oder einzeln eingesetzt, bieten Stauraumlösungen mit klaren Linien, die sich leicht integrieren lassen und optisch wenig Raum einnehmen.











