Pierre Paulin

Diese Recherche bringt ikonische Modelle wie den Mushroom (1960), den Ribbon Chair (1966) oder den Tongue Chair (1967) hervor, die zu Referenzen des Designs des 20. Jahrhunderts geworden sind

Pierre Paulin und die Artifort-Sitzmöbel
Pierre Paulin (1927–2009) ist eine der bedeutendsten Figuren des französischen Designs der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausgebildet an der École Camondo, entwickelte er ab den 1950er Jahren einen innovativen Ansatz für Sitzmöbel, indem er sich von traditionellen Möbeln zugunsten freierer, flexiblerer und körpergerechter Formen abwandte.

Seine Arbeit zeichnet sich durch die Verwendung von Schaumstoffen und dehnbaren Bezügen aus, insbesondere aus Jersey, was die Schaffung kontinuierlicher und organischer Volumina ermöglichte. Diese Forschung brachte ikonische Modelle wie den Mushroom (1960), den Ribbon Chair (1966) oder den Tongue Chair (1967) hervor, die zu Referenzen des Designs des 20. Jahrhunderts wurden.

Parallel dazu führen seine Kooperationen mit Artifort zu Sitzmöbeln von ebenso innovativer Formensprache, darunter Referenzen wie der Sessel F444, der Oyster F157 oder auch der Orange Slice F437, die denselben Anspruch veranschaulichen, Komfort, Klarheit der Linienführung und skulpturale Präsenz zu verbinden.

Seine Zusammenarbeit mit Artifort ab Ende der 1950er Jahre markiert einen entscheidenden Wendepunkt. Pierre Paulin entwickelte dort Sitzmöbel mit fließenden Linien und einer sofort erkennbaren Identität, die dazu beitrugen, die Wohn- und Büromöbel der 1960er Jahre neu zu definieren.

Über seine in Serie edierten Entwürfe hinaus wirkt er auch an groß angelegten Projekten mit, insbesondere an der Ausstattung der Privatappartements von Georges Pompidou im Élysée-Palast sowie der Grande Galerie des Louvre. Sein Werk, heute weithin anerkannt, ist in den Sammlungen großer internationaler Institutionen vertreten und beeinflusst weiterhin das zeitgenössische Design.

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