Artifort und das europäische modernistische Design

Die hier gezeigten Vintage-Sessel mit oder ohne kleinen Design-Couchtisch zeugen von diesem Fertigungsanspruch und dieser formalen Recherche. Der Wendepunkt kommt mit dem Eintritt des Designers Kho Liang Ie, der eine neue Generation von Gestaltern einführt, darunter. Pierre Paulin und Geoffrey Harcourt

Artifort ist ein niederländisches Haus, dessen Name „Kunst“ und „Komfort“ verbindet. Seit dem späten 19. Jahrhundert aktiv, etabliert es sich ab den 50er Jahren als wichtiger Akteur des modernen Designs, indem es sich freieren Formen und innovativen Fertigungstechniken zuwendet.

Der Wendepunkt kommt mit dem Eintritt des Designers Kho Liang Ie, der eine neue Generation von Gestaltern einführt, darunter Pierre Paulin und Geoffrey Harcourt. Ab den 60er Jahren entwickelt Artifort Sitzmöbel mit durchgehenden Volumina, getragen von Metallstrukturen und Schaumstoffen, und markiert damit einen Bruch mit dem traditionellen Mobiliar.

Modelle wie der Oyster F157, der Butterfly F675 oder auch der Sessel F444 von Pierre Paulin veranschaulichen diese Entwicklung, in der der Sitz zu einem Gesamtvolumen wird, zugleich auf Komfort wie auf visuelle Präsenz hin entworfen. Dieser Ansatz trägt dazu bei, das häusliche wie professionelle Mobiliar neu zu definieren – mit Formen, die sofort erkennbar sind.

Die hier gezeigten Sessel Vintage mit oder ohne kleinen Design-Couchtisch zeugen von diesem Fertigungsanspruch und dieser formalen Recherche. Heute sind sie wegen der Qualität ihrer Gestaltung und der Bedeutung Artiforts in der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts gesucht und tragen zugleich zur Ausformung eines stimmigen, klar identifizierbaren Interieurs bei.

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